DKV Pflegezusatzversicherung


DKV Pflegezusatzversicherung

Die DKV bietet zwei Pflegetagegeldtarife an. Beides sind starre Tarife. Sie wählen also einen Tagessatz für Pflegegrad 5, und die DKV leistet prozentual je nach Pflegegrad und Art der Pflege.

Leistung nach Pflegegraden:
 

Finanztest Pflegeversicherung
Finanztest hat die Pflegezusatzversicherung KPET der DKV im letzten Test 05.15 auf Platz 10 gewählt und mit 2,0 (gut) bewertet. Bei den 55jährigen erhielt die Pflegezusatzversicherung der DKV die Note 2,4 (gut). Der Tarif PTG kam erst nach dem Finanztest auf den Markt und hat somit noch keine Finanztest Note.

 

Leistungs-Rating im Vergleichsrechner
Das Rating im Pflegezusatzversicherung Vergleichsrechner liegt bei 120 / 160 Punkten

 

Die Vertragsbedingungen des KPET
Die DKV Pflegezusatzversicherung KPET bietet folgende Vertragsverbesserungen:

  • Einstufung der Pflegeversicherung wird übernommen
  • Keine Wartezeiten
  • Uneingeschränkte Leistung auch bei Pflege durch Angehörige
  • Erhöhung der Leistung bei Anstieg des Lebenshaltungskostenindex von 10%
  • Erhöhung der Leistung auch im Pflegefall
  • Leistung auch europaweit
  • Leistung für 4 Wochen, wenn im Pflegefall ein Krankenhausaufenthalt nötig wird
 

Nachteile DKV Pflegezusatzversicherung

  • Geringe Leistung in den frühen Pflegegraden
  • Sehr komplizierte Gesundheitsprüfung, viele altersentsprechende Diagnosen führen zu Mehrbeitrag oder Ablehnung
  • Dynamik nicht planbar, da abhängig zu einem Index, von dem viele Kunden wahrscheinlich noch nicht einmal gehört haben
  • Keine Beitragsfreistellung
  • Keine Einmalleistung

Die Vertragsbedingungen des PTG
Die DKV Pflegezusatzversicherung PTG bietet folgende Vertragsverbesserungen:

  • Einstufung der Pflegeversicherung wird übernommen
  • Keine Wartezeiten
  • 100% des versicherten Tagessatzes bei Pflegegrad 1 im Pflegeheim
  • Uneingeschränkte Leistung auch bei Pflege durch Angehörige
  • Erhöhung der Leistung ohne Gesundheitsprüfung, 5€ Tagessatz alle 3 Jahre
  • Erhöhung der Leistung auch im Pflegefall
  • Leistung auch europaweit
  • Leistung auch, wenn im Pflegefall ein Krankenhausaufenthalt nötig wird
  • Keine Einschränkung der Leistung, wenn die Pflegebedürftigkeit auf Sucht zurückzuführen ist
 

Nachteile DKV Pflegezusatzversicherung

  • Sehr komplizierte Gesundheitsprüfung, viele altersentsprechende Diagnosen führen zu Mehrbeitrag oder Ablehnung
  • Dynamik nicht planbar, da abhängig zu einem Index, von dem viele Kunden wahrscheinlich noch nicht einmal gehört haben
  • Keine Beitragsfreistellung
  • Keine Einmalleistung

Gesundheitsprüfung
Die DKV Pflegezusatzversicherung fragt konkrete Diagnosen ab. Wird eine der Fragen mit „Ja“ beantwortet, ergibt sich daraus entweder ein Risikozuschlag, oder eine Ablehnung.
Hier die Gesundheitsfragen der DKV Pflegezusatzversicherung:

  • 1. Haben Sie
    - eine diagnostizierte Schwerhörigkeit oder Hörschädigung?
    - ein transplantiertes Organ, künstliche Gelenke, Implantate (außer Zahnimplantate)?

    Besteht eine Pflegebedürftigkeit, ein anerkannter Grad einer Behinderung bzw. Erwerbsminderung? Ist ein Antrag auf Anerkennung einer solchen Beeinträchtigung gestellt? Oder ist eine solche Beantragung beabsichtigt?

    Bei Beantwortung der Frage mit "ja" wird nachfolgenden Erkrankungen gefragt:

    1.1 Schwerhörigkeit oder Hörschädigung
    1.2 Organtransplantation
    1.3 Künstliche Gelenke oder sonstige Implantate, außer Zähnen (z. B. künstliche Knie- oder Hüftgelenke, Brustimplantate)
    1.4 Pflegebedürftigkeit besteht. Oder es ist ein Antrag auf Anerkennung einer solchen gestellt bzw. beabsichtigt zu stellen.
    1.5 Grad einer Behinderung bis einschließlich 50% ist anerkannt.
    1.6 Grad einer Behinderung über 50% ist anerkannt. Oder es ist ein Antrag auf Anerkennung einer Behinderung gestellt bzw. beabsichtigt zu stellen.
    1.7 Erwerbsminderung bis einschließlich 50 % besteht.
    1.8 Erwerbsminderung über 50% besteht. Oder es ist ein Antrag auf Anerkennung einer Erwerbsminderung gestellt bzw. beabsichtigt zu stellen.


  • 2. Wurden Sie in den letzten 4 Jahren
    aufgrund von Krankheiten oder Beschwerden behandelt oder beraten? Sind Untersuchungen und Behandlungen aufgrund von Krankheiten oder Beschwerden angeraten oder beabsichtigt?

    Bei Beantwortung der Frage mit "ja" wird nach folgenden Erkrankungen gefragt:

    2.1 Chronische Erkrankungen des Nervensystems: Epilepsie, neuromuskuläre Erkrankungen (z.B. fortschreitende Muskelschwäche), Parkinson, Multiple Sklerose, Lähmungen, Amyotrophe Lateralsklerose, Chorea Huntington, Polyneuropathie

    2.2 Chronische Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Kurzdarmsyndrom)

    2.3 Chronische Nierenerkrankungen (z.B. verminderte Nierenfunktion, Glomerulonephritis)

    2.4 Schwere chronische Erkrankungen der Atmungsorgane: Lungenemphysem, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Mukoviszidose, Schlafapnoe-Syndrom, Sarkoidose

    2.5 Erkrankungen des Herzens und der Herzkranzgefäße (z.B. koronare Herzkrankheit [KHK], Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche, Herzklappenfehler, Herzschrittmacher, Vorhoflimmern)

    2.6 Arterielle Gefäßerkrankungen: Aortenerweiterung, Verengung oder Verschluss von Schlagadern (z.B. periphere arterielle Verschlusskrankheit)

    2.7 Durchblutungsstörung des Gehirns: Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke (TIA), Hirnblutung, Carotisstenose (Verengung der Halsschlagader)

    2.8 Lebererkrankungen: chronische Virushepatitis, Leberzirrhose, Hämochromatose

    2.9 Krebs und sonstige bösartige Erkrankungen (z.B. Leukämie, Lymphom)

    2.10 Psychische Erkrankungen oder Störungen (z.B. Depression, Schizophrenie, Zwangsstörung, Demenz; Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten, Drogen)

    2.11 Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), angeborene Stoffwechselerkrankungen

    2.12 HIV-Infektion, Tuberkulose, Bluterkrankheit

    2.13 Fehlbildungen des Bewegungsapparats oder der inneren Organe sowie Chromosomenanomalien (z. B. Down-Syndrom)

    2.14 Chronische Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems: Rheuma, Morbus Bechterew, Osteoporose, Fibromyalgie, chronisches Schmerzsyndrom, Osteomyelitis

    2.15 Gelenkerkrankungen (z.B. Arthrose, Arthritis, Gicht)

    2.16 Stationärer Krankenhausaufenthalt wegen Wirbelsäulenerkrankungen (z.B. Bandscheibenvorfall)

    2.17 Hörsturz, Tinnitus, Schwindel, Gleichgewichtsstörung

    2.18 Lymphödem (Stauung der Lymphgefäße)

    2.19 Grüner Star oder Netzhauterkrankungen

    2.20 Unterschiedliche Beinlängen (über 2 cm Differenz)

    2.21 Blasenschwäche oder mehrfache Harnwegsinfekte

    2.22 Hypertonie (Bluthochdruck)

    2.23 Fettstoffwechselstörung, Fettleber, erhöhte Harnsäure


  • 3. Fragen zur Person: Größe / Gewicht

Fazit:
Beider Tarife bieten ein faires Preis-Leistungsverhältnis. Der KPET leistet im Pflegezusatzversicherung Vergleich bei häuslicher Pflege deutlich weniger als andere, dafür kostet er aber auch deutlich weniger.

Die Pflegetagegeldversicherung PTG ist deutlich teurer, leistet dafür aber auch mehr. In der Praxis hilft das aber nicht, wenn Sie keine 20 Jahre alt sind, sondern 40+. Denn dann zahlt fast jeder einen Risikozuschlag oder wird gar nicht erst angenommen. Kurzum also ein tolles Produkt, was kaum jemandem zur Verfügung steht.

© 2015 VFD-Kassel GmbH

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