Versicherungskammer Bayern Pflegezusatzversicherung (auch UKV oder BBKK)


Versicherungskammer Bayern Pflegezusatzversicherung

Die VKB bietet seit dem 01.01.2017 zwei neue Tarife. PflegePrivat Premium und PflegePrivat Premium Plus. Beide Tarife sind starre Tarife. Somit können Sie die Leistung nicht für jeden Pflegegrad festlegen, sondern nur für Pflegegrad 5.

Leistung nach Pflegegraden:

PG1 PG2 PG3 PG4 PG5
Leistung Premium ambulant 10% 30% 60% 90% 100%
Leistung Premium stationär 10% 30% 60% 90% 100%

PG1 PG2 PG3 PG4 PG5
Leistung PremiumPLUS ambulant 10% 30% 60% 100% 100%
Leistung PremiumPLUS stationär 10% 100% 100% 100% 100%

Die Pflegezusatzversicherungen der VKB versucht über diese beiden Modelle, die leistungsbewussten Kunden anzusprechen, ebenso wie die preisbewussten.

 

Finanztest Pflegeversicherung
Finanztest hat die neuen Pflegezusatzversicherungen der VKB noch nicht getestet.

 

Leistungs-Rating im Vergleichsrechner
Im Vergleichsrechner erhält der Tarif PflegePrivatpremium 134 von 160 Punkten und der PflegePrivatPremium Plus 136 von 160 Punkten.  

Die Vertragsbedingungen
Die VKB Pflegezusatzversicherung bietet sehr kundenfreundliche Vertragsbedingungen. Im Detail sieht das so aus:

  • Einstufung der Pflegeversicherung wird übernommen
  • Keine Wartezeiten
  • Einmalleistung von 60, bzw. 100 Tagessätzen /li>
  • Uneingeschränkte Leistung auch bei Pflege durch Angehörige
  • Erhöhung der Leistung um 5% alle drei Jahre ohne Gesundheitsprüfung bis 80 Jahre
  • Erhöhung der Leistung auch im Pflegefall bis 80 Jahre
  • Leistung auch weltweit
  • Keine Einschränkung der Leistung, wenn die Pflegebedürftigkeit auf Sucht zurückzuführen ist
  • Leistung auch, wenn im Pflegefall ein Krankenhausaufenthalt nötig wird
  • einfache und großzügige Gesundheitsprüfung
 

Nachteile VKB Pflegezusatzversicherung

  • Beitragsfrei erst ab Pflegegrad 3
  • Bei PflegePrivatPremium: keine stationäre Aufstockung möglich

Gesundheitsprüfung
Die R+V Pflegezusatzversicherung fragt fast nur konkrete Diagnosen ab. Wenn eine der gefragten Diagnosen vorliegt, kann je nach Diagnose ein Risikozuschlag vereinbart werden, oder der Antrag würde abgelehnt werden.

  • 1. Fragen zur Person: Größe / Gewicht

  • 2. Besteht bereits aufgrund einer Krankheit oder Behinderung Pflegebedürftigkeit (auch wenn noch nicht ärztlich festgestellt) oder wurden jemals Anträge auf Leistungen aus einer privaten oder gesetzlichen Pflegeversicherung gestellt oder ist geplant oder angeraten, einen Antrag auf Leistungen aus einer privaten oder gesetzlichen Pflegeversicherung zu stellen?

  • 3. Besteht zurzeit oder bestand in den letzten fünf Jahren eine der folgenden Krankheiten?
    Erkrankungen des Zentralnervensystems: Demenz, Alzheimer, sonstige Hirnleistungsstörung, Hirntumor, Wochkoma, Parkinson-Krankheit, Chorea Huntington, Creutzfeld-Jacob, Epilepsie, infantile Zerebralparese, Amyotrophe Lateralsklerose, Muskeldystrophien, Multiple Sklerose, Querschnittslähmung, Hemiparese / Hemiplegie, Kinderlähmung (inkl. Folgen) Erkrankungen des Blutes: Knochenmarkserkrankungen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems: Arteriosklerose, koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Schlaganfall, Gehirnblutung, Thrombosen (häufiger als dreimal in den letzten 5 Jahren) Erkrankungen innerer Organe, Stoffwechsel: chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Staublunge, Lungenemphysem, Mukoviszidose, Leberzirrhose, Chronische Nierenerkrankung, Diabetes mellitus („Zucker“) Erkrankungen des Immunsystems: HIV-Infektion, AIDS Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems: Muskelschwund, Osteoporose, Morbus Bechterew, rheumatoide / chronische Arthritis („Rheuma“), Arthrose (mit Schmerzzuständen, Bewegungseinschränkungen) Krebs: Bösartige Neubildungen Sonstige Erkrankungen: psychische und psychiatrische Erkrankungen, Suchterkrankung (Alkohol, Drogen)

  • 4. Besteht zurzeit eine Schwerbehinderung
    (Grad der Behinderung mindestens 50 %) oder läuft derzeit ein Verfahren auf Feststellung einer Schwerbehinderung bzw. ist dies geplant oder angeraten?

  • 5. Zusatzfrage ab Eintrittsalter 75 Jahre Besteht zurzeit oder bestand in den letzten fünf Jahren eine der folgenden Krankheiten bzw. Beschwerden?
    Hinweis: Es sind jeweils nur die Diagnosen hinter dem Doppelpunkt der einzelnen Bereiche relevant. Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems: Herzinfarkt, Vorhofflimmern, Kammerflimmern, Bypass-Operation, Implantation Herzschrittmacher oder Defibrillator, Angina pectoris, Ischämie, transitorische ischämische Attacke (TIA), Arterienaneurysma, Karotisstenose, arterielle Verschlusskrankheit Erkrankungen innerer Organe, Stoffwechsel: Harninkontinenz, Harnstauungsniere, Schlafapnoe-Syndrom, Lungenentzündung (häufiger als zweimal in den letzten fünf Jahren), Gicht Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems: Bewegungskoordinationsstörungen, Gleichgewichtsstörung, Gehen nur mit Gehhilfen oder Rollator möglich, Angewiesensein auf Rollstuhl (auch wenn nur zeitweise), Fibromyalgie, Polyneuropathie, Schenkelhalsbruch Erkrankungen der Augen: Makuladegeneration, fortschreitende Erblindung Sonstige Erkrankungen / Behandlungen: chronische offene Wunde/n (Ulkus / Ulcera, Dekubitus), chronisches Schmerzsyndrom, Einnahme von Herzmedikamenten, Einnahme von Marcumar oder anderen Medikamenten, die zur Gerinnungshemmung oder Blutverdünnung eingenommen werden
 

Beurteilung durch die Pflege-Experten:
Positiv zu erwähnen ist die geschlossene Fragestellung. Diese zu beantworten ist immer einfacher und sicherer für den Verbraucher, als eine offene Fragestellung, bei der alle Arztbesuche anzugeben sind.

In der Praxis scheitert der Versicherungsschutz bei der VKB Pflegezusatzversicherung oft an den Diagnosen psychische Erkrankungen und Arthrose. Gerade Arthrose ist eine altersgemäße Verschleißerscheinung, die bei 60% der Frauen im höheren Alter vorliegt. Ist diese aber nicht ärztlich behandelt oder festgestellt worden, steht der Tarif zur Verfügung.


Fazit:
Die Pflegezusatzversicherung Premium Plus der VKB schneidet im Vergleich zu anderen Anbietern nur mittelmäßig ab. Der Tarif bietet zwar sehr gute Leistungen und Vertragsbedingungen, kostet aber unverhältnismäßig mehr, als beispielsweise die Württembergische.

Die Pflegezusatzversicherung Premium der VKB kann allerdings durch einen sehr günstigen Beitrag für durchaus gute Leistungen und Bedingungen glänzen. Die Einmalleistung ist recht hoch und kann im Leistungsfall schnell 2 Jahresbeiträge ausgleichen.

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